WordPress zu einem neuen Hoster umziehen: So klappt der Wechsel ohne Ausfall
So ziehst du WordPress zu einem neuen Hoster um: Dateien und Datenbank übertragen, die Installation prüfen und die DNS mit kurzer Unterbrechung umstellen.
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Ein Wechsel des Hosters muss nicht bedeuten, dass deine WordPress-Website lange unerreichbar ist. Entscheidend sind eine vollständige Kopie der Website, ein sorgfältig vorbereiteter Zielserver und ein kontrollierter Wechsel der Domain-Einstellungen. Eine vollständig unterbrechungsfreie Übertragung lässt sich nicht in jedem Fall garantieren. Mit einer klaren Reihenfolge kannst du das Risiko für Ausfälle jedoch verringern.
WordPress-Umzug zu einem neuen Hoster vorbereiten
Beginne mit der Planung, bevor du Dateien überträgst oder Einstellungen änderst. So bleibt genug Zeit, fehlende Zugangsdaten zu beschaffen und Besonderheiten deiner Website zu klären.
Zugangsdaten und technische Angaben sammeln
Du benötigst Zugriff auf den bisherigen Webspace, die Datenbank und die Domainverwaltung. Auch die Zugangsdaten für das neue Hosting solltest du bereithalten. Halte außerdem fest, welche PHP-Version und welches Datenbanksystem deine bestehende Installation nutzt und wie viel Speicherplatz sie belegt. Die verfügbaren Einstellungen unterscheiden sich je nach Hosting-Angebot.
Notiere dir, wo die Domain verwaltet wird und wer Änderungen an den DNS-Einträgen vornehmen kann. Domainregistrierung und Webhosting können bei unterschiedlichen Anbietern liegen. In diesem Fall wird die Website beim Umzug nicht automatisch mit der Domainverwaltung übertragen.
Vollständige Sicherung erstellen
Erstelle vor dem Wechsel eine aktuelle Sicherung der WordPress-Dateien und der Datenbank. Dazu gehören insbesondere die Inhalte im WordPress-Verzeichnis, die Konfigurationsdatei und die Datenbank mit Beiträgen, Seiten, Einstellungen und weiteren Inhalten. Sichere die Dateien an einem Ort, der unabhängig vom bisherigen Webspace erreichbar ist. Welche Wege es dafür gibt, beschreibt der Überblick zu Backup-Lösungen für WordPress.
Prüfe, ob die Sicherung vollständig vorliegt und sich entpacken beziehungsweise wiederherstellen lässt. Eine Sicherung, die nur auf dem alten Server liegt, schützt nicht zuverlässig vor Problemen während des Umzugs. Ändern sich Inhalte häufig, etwa durch neue Bestellungen oder Kommentare, plane außerdem, wie du diese Änderungen beim Wechsel berücksichtigst.
Zeitpunkt und Ablauf festlegen
Wähle einen Zeitraum, in dem Änderungen an der Website möglichst gering sind und du den Umzug aufmerksam begleiten kannst. Informiere Personen, die Inhalte bearbeiten oder Bestellungen verwalten, über den geplanten Wechsel. Lege fest, wer den DNS-Zugriff hat und wer im Fall eines Problems die alte Website vorübergehend weiter betreiben kann.
Dateien und Datenbank auf den neuen Server übertragen
Für einen vollständigen Umzug müssen sowohl die Dateien als auch die Datenbank auf dem Zielserver vorhanden sein. Fehlt einer dieser Bestandteile, kann die Website unvollständig erscheinen oder nicht starten.
Neue Datenbank anlegen
Richte beim neuen Hoster eine Datenbank samt Datenbankbenutzer ein. Notiere Datenbankname, Benutzername, Passwort und Serveradresse. Diese Angaben werden später für die Verbindung von WordPress mit der Datenbank benötigt. Die Bezeichnungen und Einrichtungsschritte unterscheiden sich je nach Hosting-Verwaltung.
Importiere anschließend die gesicherte Datenbank in die neu angelegte Datenbank. Achte darauf, dass der Import vollständig abgeschlossen ist und keine Fehlermeldung übersehen wird. Bei einer großen Datenbank kann der verfügbare Importweg oder die zulässige Dateigröße eine Rolle spielen. Kläre in diesem Fall mit dem Hosting-Support, welche Übertragungsmethode für deinen Zugang vorgesehen ist.
WordPress-Dateien übertragen
Kopiere die gesicherten Website-Dateien auf den Webspace des neuen Hosters. Achte auf das richtige Zielverzeichnis: Es muss dem Verzeichnis entsprechen, aus dem die Domain später die Website ausliefert. Prüfe, ob versteckte Dateien ebenfalls übertragen wurden. Dazu kann etwa die Datei gehören, die Regeln für Weiterleitungen und bestimmte Serverfunktionen enthält.
Vergleiche nach dem Kopieren die Dateien auf dem Zielserver mit deiner Sicherung. Besonders wichtig sind das Verzeichnis mit Themes, Plugins und hochgeladenen Medien sowie die WordPress-Konfiguration. Lösche die Sicherung auf dem alten Server nicht, solange der neue Auftritt noch nicht zuverlässig erreichbar ist.
Datenbankverbindung aktualisieren
Passe in der WordPress-Konfiguration die Angaben für die neue Datenbank an. Stimmen Datenbankname, Benutzername, Passwort oder Serveradresse nicht, kann WordPress keine Inhalte laden. Ändere nur die nötigen Werte und bewahre eine Kopie der ursprünglichen Datei auf.
Wenn die Domain gleich bleibt, ist in vielen Fällen keine Änderung der Website-Adresse in der Datenbank nötig. Das hängt jedoch davon ab, ob sich neben dem Hoster auch Domain oder Verzeichnisstruktur ändern. Bei einer geänderten Domain müssen gespeicherte Verweise auf die alte Adresse sorgfältig angepasst werden, damit interne Verknüpfungen und Medienpfade weiter funktionieren.
Website vor dem DNS-Wechsel prüfen
Bevor du den Domainverkehr auf den neuen Server lenkst, kontrolliere die übertragene Installation. So kannst du Fehler finden, solange die bisherige Website noch erreichbar ist. Ob und wie du die neue Installation vorab ansehen kannst, hängt von den Funktionen des Hosters und deiner Domainkonfiguration ab. Wer Änderungen grundsätzlich zuerst auf einer Kopie ausprobieren möchte, findet den Ablauf im Ratgeber zur Staging-Umgebung für WordPress.
Wichtige Funktionen kontrollieren
Rufe zentrale Seiten auf und prüfe, ob Gestaltung, Texte und Bilder geladen werden. Kontrolliere außerdem, ob du dich im Administrationsbereich anmelden kannst und ob Beiträge, Menüs und Formulare wie vorgesehen dargestellt werden. Bei einer Website mit Shop-Funktionen gehören auch die wesentlichen Abläufe dazu; achte dabei darauf, keine echten Bestellungen auszulösen.
Achte auf Hinweise zu fehlenden Dateien, Datenbankproblemen und Weiterleitungen. Prüfe, ob die Website über die gewünschte Variante mit oder ohne „www“ erreichbar sein soll. Wenn Links oder Bilder noch auf eine alte Adresse verweisen, liegt das oft an gespeicherten Adressen in der Datenbank oder an einer nicht abgeschlossenen Anpassung.
E-Mail und Zusatzfunktionen berücksichtigen
Websites können neben WordPress weitere Dienste verwenden, etwa Formulare, externe Schnittstellen oder serverseitige Aufgaben. Prüfe, welche davon an den bisherigen Server gebunden sind und ob sie beim neuen Hoster eingerichtet werden müssen. Ein einfacher Dateitransfer übernimmt solche Einstellungen nicht automatisch.
Auch E-Mail-Adressen der Domain können von den DNS-Einstellungen betroffen sein. Kläre vor dem Wechsel, wo die Postfächer betrieben werden und welche Einträge dafür erhalten bleiben müssen. So vermeidest du, dass der Website-Wechsel unbeabsichtigt den Mailverkehr beeinflusst. Wie Domain, E-Mail und Umleitungen beim Wechsel von einem Baukasten zu WordPress zusammenspielen, zeigt der Ratgeber Webdesign Neckargemünd: Vom Baukasten zu WordPress umziehen.
DNS umstellen und den Wechsel überwachen
Sind Dateien, Datenbank und wichtige Funktionen geprüft, kannst du die Domain auf den neuen Server ausrichten. Ändere dabei nur die erforderlichen DNS-Einstellungen und notiere die bisherigen Werte, damit sie bei Bedarf wiederhergestellt werden können.
DNS-Änderungen werden nicht überall gleichzeitig sichtbar. Während der Umstellung können manche Besucher noch die bisherige, andere bereits die neue Website aufrufen. Deshalb sollte die alte Installation zunächst bestehen bleiben. Vermeide in dieser Übergangszeit Änderungen an Inhalten, die nicht auf beiden Systemen vorhanden sind. Bei einem Shop oder einer Website mit häufigen Eingaben ist ein abgestimmter Zeitpunkt besonders wichtig, damit neue Daten nicht auf der alten Installation zurückbleiben.
Rufe die Website nach der Umstellung in verschiedenen Browsern oder über unterschiedliche Internetverbindungen auf. Prüfe Startseite, zentrale Unterseiten und Administrationsbereich. Kontrolliere auch Formulare und E-Mail-Benachrichtigungen. Zeigt die Domain noch den alten Stand, kann die DNS-Änderung noch nicht überall angekommen sein. Bei anhaltenden Problemen vergleiche die DNS-Werte mit den Angaben des neuen Hosters und wende dich bei Bedarf an dessen Support. Zeigt die neue Installation einen weißen Bildschirm oder einen Serverfehler, helfen die Schritte aus dem Ratgeber WordPress-Fehler selbst beheben.
Häufige Fehler beim Hosterwechsel vermeiden
Viele Probleme entstehen durch ausgelassene Zwischenschritte. Mit diesen Kontrollen lässt sich das Risiko verringern:
- Nur Dateien oder nur die Datenbank übertragen: WordPress benötigt beides. Vergleiche den Umfang der Sicherung vor dem Wechsel.
- Falsche Datenbankangaben verwenden: Überprüfe die Werte in der Konfiguration sorgfältig, statt Zugangsdaten zu erraten.
- Sicherung zu früh löschen: Behalte die alte Installation, bis die neue Website zuverlässig läuft und wichtige Funktionen geprüft sind.
- DNS-Einträge unvollständig ändern: Berücksichtige neben dem Webserver auch Mail- und weitere benötigte Einträge.
- Inhalte während des Übergangs parallel bearbeiten: Neue Beiträge, Kommentare oder Bestellungen können sonst auf einer Installation fehlen.
- Domainänderungen übersehen: Ein Wechsel des Hosters ist nicht automatisch ein Domainwechsel. Werden beide gleichzeitig geändert, sind zusätzliche Anpassungen nötig.
Häufige Fragen zum Wechsel des WordPress-Hosters
Muss ich meine Domain ebenfalls zu einem anderen Anbieter übertragen?
Nein. Du kannst die Domain bei ihrer bisherigen Verwaltung belassen und lediglich die DNS-Einstellungen auf den neuen Webspace ausrichten. Eine Übertragung der Domainregistrierung ist ein eigener Vorgang und für den Wechsel des Hosters nicht zwingend erforderlich.
Was passiert mit meinen E-Mail-Postfächern während des Umzugs?
Das hängt davon ab, wo die Postfächer eingerichtet sind und welche DNS-Einträge sie verwenden. Kläre vor der Umstellung, ob die E-Mail-Dienste beim bisherigen Anbieter bleiben oder ebenfalls umziehen, und sichere die dafür benötigten Einstellungen.
Brauche ich nach dem Umzug ein neues SSL-Zertifikat?
Das hängt davon ab, wie der neue Hoster Zertifikate bereitstellt und verwaltet. Prüfe nach der DNS-Umstellung, ob die Website über eine verschlüsselte Verbindung erreichbar ist und ob das SSL-Zertifikat für deine Domain gültig ist. Bei Unklarheiten kann der Hosting-Support die Einrichtung erläutern.
Kann sich der Hosterwechsel auf die Sichtbarkeit in Suchmaschinen auswirken?
Ein Wechsel des Servers allein muss die Sichtbarkeit nicht verändern. Fehlerhafte Weiterleitungen, nicht erreichbare Seiten oder eine geänderte Domain können sich jedoch auf die Auffindbarkeit auswirken. Kontrolliere daher nach dem Wechsel, ob wichtige Seiten unter ihren vorgesehenen Adressen erreichbar sind.
Fazit
Ein geordneter WordPress-Umzug beginnt mit Zugangsdaten, Sicherung und einem klaren Ablauf. Übertrage Dateien und Datenbank vollständig, prüfe die neue Installation und stelle erst danach die DNS-Einstellungen um. Wenn die alte Website während der Übergangszeit verfügbar bleibt und wichtige Funktionen kontrolliert werden, lässt sich das Risiko einer längeren Unterbrechung deutlich verringern. Weitere Ratgeber zu Updates, Backups und laufender Pflege findest du in der Rubrik WordPress Wartung.
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